Wien - Als "grundsätzlich sinnvolle Neuerung" bewertete die Bundesvorsitzende der "Frau in der Wirtschaft", Sonja Zwazl, die Pläne der neuen Regierung zur Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes in einer Aussendung. Denn es ermögliche Frauen, die nicht so lange vom "Job" fernbleiben könnten, wie etwa Unternehmerinnen, sich zwar kürzer, dafür aber voll und ganz dem Nachwuchs zu widmen.

Allerdings sieht Zwazl weiterhin eine Benachteiligung der Unternehmerinnen bezüglich der Zuverdienstgrenze gegeben: "Wir fordern, dass die Zuverdienstgrenze an der Gewinnentnahme aus dem Unternehmen gemessen wird."

Dies aus folgenden Gründen: Kleinstunternehmerinnen, die großteils Einnahmen- und Ausgabenrechnerinnen sind, könnten nicht steuern, wann Kunden ihre Rechnungen bezahlen. So würde diese selbständigen Frauen unverschuldet die Zuverdienstgrenze überschreiten, wenn ein Kunde statt 2006 erst 2007 bezahlt.

Unternehmerinnen, deren Gewinn bis jetzt über der Zuverdienstgrenze gelegen ist, müssten den Betrieb einschränken. Dies sei laut Zwazl problematisch, weil der Betrieb als solches damit in seinem Bestand gefährdet würde - und damit auch Arbeitsplätze betroffen wären.

Zudem würden Betriebseinnahmen, die nicht für private Zwecke entnommen werden, im Betrieb reininvestiert und nicht auf die "hohe Kante" gelegt. (red)