Das Einkaufen im Internet steht immer stärker unter dem Einfluss von Social-Networking-Plattformen. Die Nutzer tauschen dort zunehmend Informationen und Bewertungen einzelner Produkte untereinander aus. Wie aktuelle Auswertungen der W3B-Studie des Marktforschungsunternehmens Fittkau und Maaß zeigen, legen die Internetshopper zudem sehr viel Wert auf unabhängige Informationsquellen wie etwa Testberichte und Preisvergleiche. Produktinfos im Social Web-Bereich werden vor allem von den jüngeren Generationen eingeholt, während die älteren vermehrt auf Preisvergleiche zurückgreifen.

"Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung von Social Networking-Plattformen in Zukunft für den Austausch von Produktinformationen noch weiter zunehmen wird. Der enorme Zulauf auf derlei Plattformen wird sich auch auf das Online-Shopping auswirken", meint Susanne Fittkau, Geschäftsführerin von Fittkau und Maaß, im Gespräch mit pressetext. Es gibt mittlerweile typische Meinungsportale, die dazu dienen, Produktinformationen auszutauschen. "Im deutschsprachigen Internet sind das zum Beispiel ciao.de und dooyoo.de, die sich allerdings zur Zeit auch immer mehr in Richtung Preisvergleich hinein entwickeln", sagt Fittkau.

Insgesamt nutzen inzwischen vier Fünftel der deutschsprachigen Internetuser das Web zur gezielten Suche nach Produktinformationen. 62 Prozent sehen Bewertungen und Empfehlungen andere Nutzer als wichtige Informationsquelle. Ganz besonders bei Usern unter 20 Jahren dient das Social Web als willkommene Entscheidungshilfe. Etwa jeder Fünfte in dieser Altersgruppe bewertet die Möglichkeit mit anderen Nutzern im Online-Shop kommunizieren zu können als besonders wichtig. Im Gegensatz dazu gilt dies bei den über 50-Jährigen nur für rund sieben Prozent.

Mit der zunehmenden Bedeutung von sozialen Netzwerken entstehen für die Shops und Hersteller aber auch neue Risiken. "Natürlich herrscht die potenzielle Gefahr, dass eine Marke über diesen Weg auch in Verruf gerät. Noch schwieriger ist für die Shops aber der Überblick über diesen neuen Meinungsbildungsprozess", so Fittkau gegenüber pressetext. Früher hatten die Firmen diesen Vorgang besser unter Kontrolle, während sie nun oft Probleme damit haben, die Diskussion über ihre Produkte überhaupt herauszufiltern und mitzubekommen.(pte)