Der "Dosenkrieg", ließ Richard Lugner am Mittwoch ausrichten, sei beendet: Paris Hilton habe - entgegen ihrer Dienstag-Drohung - versprochen, auch zum Opernball zu kommen, wenn sie dort nicht für den Dosenprosecco von Günther Aloys werben dürfe. Wie vom Standard sogar vor Österreich und damit wohl knallhart weltexklusiv enthüllt, würde/hätte dies gegen einen Exklusivvertrag des Hauses Kattus verstoßen.

Freilich: Auch wenn Hilton - im Wissen, ihr Produkt überall platziert zu haben - doch kommt, ist der "casus belli" nicht aus der Welt. Denn Lugner weiß im Gespräch mit dem Standard davon, dass Aloys "gerade mit Kattus verhandelt, wie man den Prosecco doch auf den Ball kriegt". Nur: Davon erfuhr die Sektkellerei erst vom Standard: "Bis jetzt ist niemand auf uns zugekommen" erklärt Kattus-Geschäftsführer Ernst Polsterer. "Aber wenn unser Vertrieb finden sollte, dass das zu uns passt, will ich nichts ausschließen."

Die Dose wäre, "als Gebinde zwar ungewöhnlich, muss sich aber nicht auf die Qualität des Produktes auswirken." Nachsatz: "Ob das aber in die Oper passt? Nun, ich fände es auch nicht sonderlich stilvoll, den Sekt direkt aus der Flasche zu trinken." (DER STANDARD Printausgabe 1.2.2007)