Matsushita, besser bekannt unter dem Markennamen Panasonic, hat im Weihnachtsgeschäft von der kräftigen Nachfrage nach Flachbild-Fernsehern profitiert und einen Anstieg beim Nettogewinn von 60 Prozent verbucht. Der anhaltende Preisverfall im Unterhaltungselektronik-Segment sei durch gezielte Sparmaßnahmen ausgeglichen worden. Der operative Gewinn konnte so um fünf Prozent auf 1,14 Mrd. Dollar gesteigert werden. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahresquartal um zwei Prozent auf 20,48 Mrd. Dollar, teilte Matsushita heute, Donnerstag, mit.

Während Flachbild-Fernseher und Digitalkameras reißenden Absatz fanden, musste der japanische Elektronikkonzern bei seinen Handys Umsatzrückgänge hinnehmen. Zuwächse verbuchte Matsushita dagegen im Automotive-Bereich. Trotz der rückläufigen Handyverkäufe sieht der Konzern positiv in die Zukunft und hat seine Prognosen für das Gesamtjahr leicht angehoben. Beim Umsatz rechnet Panasonic nun mit neun Bio. Yen (57,4 Mrd. Euro) statt zuvor 8,95 Bio. Yen. Der Nettogewinn soll sich auf 205 Mrd. Yen (1,3 Mrd. Euro) belaufen. Zuvor waren 190 Mrd. Yen prognostiziert worden. Trotz steigender Materialkosten und dem zunehmenden Preiskampf bekräftigte Matsushita seine Prognose für den operativen Gewinn und rechnet hier weiterhin mit 450 Mrd. Yen (2,9 Mrd. Euro).

Matsushita beherrscht rund ein Drittel des weltweiten Plasma-TV-Marktes. Erst Mitte Januar hatte der Konzern mit dem Bau des weltgrößten Plasma-Werks den Angriff auf den Plasma-TV-Thron angekündigt . Das Riesenwerk lässt sich Panasonic rund 1,8 Mrd. Euro kosten. Der Startschuss soll im November dieses Jahres fallen. Mit dem Beginn der Produktion wird für Mai 2009 gerechnet. Auf die europäischen Werke, die Panasonic im vergangenen Jahr hinsichtlich ihrer Performance auf den Prüfstand gestellt hatte, soll die geplante Errichtung der Fabrik derweil keine negativen Auswirkungen haben. Die bestehenden elf europäischen Produktionsstätten bleiben nach diesem Umstrukturierungsprozess erhalten, hieß es bei Panasonic Europe auf Anfrage von pressetext.(pte)