Canton - Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas tritt bei der Neuausrichtung seiner schwächelnden US-Marke Reebok auf die Kostenbremse. Unternehmens-Chef Herbert Hainer sagte am Donnerstag, Adidas wolle in diesem Jahr die Aufwendungen im Gesamtkonzern um etwa 87 Millionen Euro drosseln. Dies werde die Integrationskosten mehr als wettmachen und unter dem Strich zu Einsparungen von etwa zehn bis 20 Millionen Euro führen, sagte Hainer in der Reebok-Zentrale im US-Bundesstaat Massachusetts.

In den nächsten drei bis fünf Jahren solle der Umsatz mit Reebok-Artikeln auf 3,8 Milliarden Euro von derzeit 2,3 Milliarden Euro gesteigert werden, erläuterte Hainer weiter. Dabei rechne Adidas vor allem mit einem rasanten Wachstum in Asien und zu einem gewissen Grad auch in Europa.

Adidas hatte die Märkte im November mit der Ankündigung geschockt, bei Reebok 50 Millionen Euro zusätzlich in Werbung und Produktentwicklung stecken zu müssen. Wegen der Probleme bei Reebok senkte das Unternehmen seine Gewinnprognose für 2007: Adidas rechnet nun vielmehr mit einem Gewinnanstieg um 15 Prozent statt der bisher anvisierten 20 Prozent. (APA/Reuters)