Bochum - Die Frage nach der bevorzugten Hand können die meisten Menschen eindeutig mit rechts oder links beantworten. Diese klare Dominanz einer Seite lässt jedoch im Alter nach, wie eine Studie der Universität Bochum zeigt. Die dominante Hand verliert dabei an Feingefühl und wird zunehmend von der anderen Hand unterstützt.

Die Bochumer Neuroforscher untersuchten 96 Rechtshänder im Alter von 20 bis 90 Jahren. Dabei kombinierten sie Befragungen mit praktischen Tests zur Feinmotorik. Während bei jungen Rechtshändern die rechte Hand der linken weit überlegen war, ließ diese Differenz mit zunehmendem Alter nach. Ursache war nach Angaben der Universität ein altersbedingter feinmotorischer Leistungsverlust der rechten Hand.

Über die Angleichung beider Seiten waren sich die Betroffenen aber nicht bewusst, wie die Befragungen zeigten. Die Forscher vermuten, dass anspruchsvolle manuelle Tätigkeiten, die zum Erhalt der Feinmotorik beitragen, den Leistungsverlust der dominanten Hand verhindern oder abschwächen. (APA/AP)