Klagenfurt - Für Aufregung im Klagenfurter Rathaus sorgte am Montag der Polizeibericht über einen Verkehrsunfall. Die für Umwelt zuständige Stadträtin Marie Luise Mathiaschitz widersprach den Angaben, wonach in der betreffenden Straße Feinstaubkleber aufgebracht worden sei und ein Auto möglicherweise deswegen ins Schleudern geraten ist. "In dieser Straße wurde seit November überhaupt kein Feinstaubkleber mehr aufgebracht", versicherte die Stadträtin.

Die Kärntner Landeshauptstadt, wo im Jänner 2006 an 28 Tagen hintereinander die Feinstaub-Grenzwerte überschritten wurden, setzt heuer erstmals auf den in Dänemark entwickelten und inzwischen in Kärnten produzierten Feinstaubkleber anstelle des üblichen Streusalzes. Mit Hilfe dieser Kalzium-Essigsäure-Mischung wird der Staub gebunden. Test im Fahrsicherheitszentrum ergaben laut Mathiaschitz, dass sich der Kleber in Bezug auf Reifenhaftbarkeit und Bremsweg wie Streusalz verhalte. Im März werde man mit Hilfe eines neuen Messgerätes in Klagenfurt selbst zusätzliche Tests durchführen.

Pkw krachte gegen Geländer

Bei dem jetzt diskutierten Unfall war in der Schlachthausstraße ein Pkw auf einer Brücke ins Schleudern geraten und gegen das Geländer gekracht. Dadurch fielen einige Eisenstäbe auf die darunter liegende Völkermarkter Straße und beschädigten den Pkw einer Frau. Sowohl diese als auch der 20-jährige Unfall-Lenker blieben unverletzt.(APA)