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Unterschiede in der Zellarchitektur von Männern und Frauen seien verantwortlich.
Foto: APA/Dpa/Wolfgang Kumm

Mann und Frau sehen das Gleiche jeweils anders. Das sagen zumindest WissenschafterInnen des Forschungszentrums Jülich und der Universitäten Düsseldorf und TH Aachen. Die weiblichen und männlichen Sehzentren seien nämlich unterschiedlich aufgebaut.

In den Untersuchungen kam zum Vorschein, dass die Geschlechter unterschiedliche Strategien nutzen, um sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden. Die Ergebnisse der HirnforscherInnen sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Journal of Neuroscience" veröffentlicht worden.

Die MedizinerInnen nahmen die Teilbereiche des Gehirns unter die Lupe, die für das Erkennen von Bewegungen zuständig sind. An hauchdünnen Scheiben des Organs wurde die Ausdehnung der Areale mikroskopisch untersucht. Laut WissenschaftlerInnen des Jülicher Forschungszentrums wurden dabei Unterschiede in der Zellarchitektur von Männern und Frauen gefunden.

In einem Bereich besaßen Frauen eine breitere Hirnrinde, in einem anderen war das Volumen des gemessenen Areals bei Männern größer. Dies weise darauf hin, dass beide Geschlechter unterschiedliche Vernetzungen im Gehirn bilden und verschiedene Strategien nutzen, um ans Ziel zu kommen. (red)