Bild nicht mehr verfügbar.

Durchaus wahnsinnig spannend - es geht ja um den Kontext: In diesem Bett wird Hilton schlafen.

Foto: APA
Ein Name kann auch Bürde sein. Etwa dann, wenn man versucht, im selben Job wie der Papa Großes zu leisten - und einem da wirklich große Schuhe vorgesetzt werden. Zwar könnten da nicht nur die Söhne von John Lennon Lieder drüber singen - aber wenn es just diese beiden (Julian und Sean Tara Ono Lennon) tun, sind die abgelutschten Wortspiele halt aufgelegt. Noch dazu, wenn man der angeborenen optischen Nähe zum Herrn Papa auch noch im Styling ein bisserl nachhilft: runde Brille und so Zeug halt. Donnerstagabend gastierte Sean Lennon im Wiener WUK, um sein drittes Album zu präsentieren - dass das sieben Jahre auf sich warten hatte lassen und von vielen Kritikern als "in der Tradition des Vaters stehend" gelobt wurde, dürfte etliche Menschen davon abgehalten haben, ins WUK zu pilgern. Und viel haben die, die daheim blieben, nicht versäumt: Fad war es - und das lag nicht nur daran, dass zu viele Mid-Tempo-Nummern in zu großen Sälen bald einmal verpuffen. Aber das auf die Erwartungsdruck-Hühneraugen durch Schuhe zu schieben, die andere einem vor die Füße stellen, wäre zu einfach: Wer als erwachsen gelten will, zieht sich seine Stiefel nämlich selbst an. (DER STANDARD Printausgabe 8.2.2007)