Innsbruck - Den Themen Kunst, Mensch und Natur sind die diesjährigen Ausstellungen im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, im Museum im Zeughaus und im Tiroler Volkskunstmuseum gewidmet. Das Programm wurde vom neuen Direktor Wolfgang Meighörner am Donnerstag vorgestellt. Besonderer Wert wird auf die Präsentation der Bestände des Landesmuseums gelegt.

Volkskunst

Am 16. Februar öffnet sich das Volkskunstmuseum der Schau "MaskenMenschen", in der Katja Duftners farbkräftige Ölbilder den Schwarz-Weiß-Fotografien von Wolfgang Pfaundler, die den Menschen hinter der Maske suchen, gegenübergestellt werden. Im Ferdinandeum, wo derzeit noch Helmut Schobers Mozart-Zyklen (bis 11. Februar) und Exponate aus der Ur- und Frühgeschichte Innsbrucks (bis 22. April) zu sehen sind, werden ab 14. März Ankäufe und Erwerbungen zeitgenössischer Kunst aus den Geldmitteln des Bundeskanzleramtes für die Galerieförderung ausgestellt. Dazu gehören auch die der Modernen Galerie des Hauses übergebenen Geschenke und Leihgaben. Im April (ab 17.) rankt sich das Besucherinteresse im Zeughaus um den Mythos "Edelweiß" und die Depot-Raritäten aus den Beständen des Kaiserschützenmuseums.

Thema Schmetterling

Die Sommerausstellung des Ferdinandeums ab 8. Mai widmet sich - in Kooperation mit dem Landesmuseum Kärnten und dem Biologiezentrum Linz - dem Thema Schmetterling und unterstreicht die überregionale Bedeutung der Schmetterlingsforschung am Ferdinandeum. Ab 29. Mai ist parallel dazu im gleichen Haus eine Gedächtnisausstellung des Tiroler Malers und Bühnenbildner "Lois Egg - von der Skizze zum Bühnenbild" zu sehen, verwahrt doch das Tiroler Landesmuseum seit 2000 den umfangreichen Nachlass des Künstlers.

Der September (ab 25.) bringt die Schau "Landwirtschaft und Kunst im Alpenraum von 1875 bis heute", zu der das 125-Jahr-Jubiläum der Tiroler Landwirtschaftskammer 2007 den äußeren Anlass bietet, die aber auch der Veränderung von Mensch und Natur durch die Industrialisierung der Landwirtschaft und den damit verbundenen Sichtwandel im vergangenen und gegenwärtigen Kunstschaffen Rechnung trägt.

Über die Wintermonate (ab 9. Oktober) wird das Landesmuseum in der Ausstellung "Frühere Verhältnisse" - Malerei des 19. Jahrhunderts" seinen hervorragenden Bestand an Gemälden dieses Säkulums zu präsentieren Gelegenheit haben. Das Zeughaus beschließt den Jahreskreis ab 23. Oktober mit "AutomatenWelten", die von mittelalterlichen Räderuhren über die mechanischen Puppen der fürstlichen Kunst- und Wunderkammern bis zu den Glücksspiel-Automaten der Gegenwart kultur- und sozialgeschichtliche Entwicklungen demonstriert.

"Momente der Wildnis"

Foyer, Studiogalerie und Klangraum des Ferdinandeums beherbergen außerdem zwischen März und September Exponate von Arthur Salner, Emil Siemeister, Irene Dapunt, Thomas Feuerstein und Dieter Fuchs neben Klanginstallationen von Sam Auinger und Hannes Strobl. Der Juni ist dem 16. Internationalen Filmfestival Innsbruck gewidmet.

Auch auswärts präsentieren sich die Tiroler Landesmuseen: "Momente der Wildnis" sind bis 11. März im Naturmuseum Trient zu sehen, die Geschichte der Werbung "Verführungskünste", derzeit im Zeughaus beheimatet, übersiedelt im April/Mai ins Wiener Museumsquartier. Die Bibliothek des Ferdinandeums präsentiert sich ab 1. Juni in Rovereto, und eine europäische Krippenschau mit Exponaten aus Pilsen, Innsbruck und Trient zeigt das Volkskunstmuseum im Palazzo Roccabruna in Trient. Und das Museum Kitzbühel trägt über den Sommer "Bunte Vielfalt am Schwarzsee" zum Tiroler Ausstellungsreigen bei. (APA)