Wien - Einen weltraumtauglichen GPS-Empfänger zur exakten Positionsbestimmung von Satelliten wird Austrian Aerospace (AAE) für die Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) "Swarm" entwickeln. Im Zuge der Mission sollen drei Satelliten ab 2009 in einer Höhe 400 bis 550 Kilometern das Erdmagnetfeld und dessen Veränderungen genauestens vermessen. Dazu ist eine exakte Positionsbestimmung nötig.

Das Weltraum-GPS wird die gleichen Signale nutzen, die auch auf der Erde die Positionsbestimmung ermöglichen. "Durch gleichzeitige Verarbeitung von Empfangssignalen aus zwei unterschiedlichen Frequenzbändern kann im Gegensatz zu den üblicherweise eingesetzten GPS-Empfängern, die nur ein Frequenzband verarbeiten, höchstmögliche Positionsgenauigkeit erzielt werden", hieß es dazu seitens der AAE. Außerdem ermöglicht die Technologie eine Korrektur von Störungen, die in der Ionosphäre auftreten, in der die Satelliten kreisen werden.

Pro Satellit kommen jeweils zwei GPS-Empfängersysteme zum Einsatz. Die Auslieferung der Empfänger an den Satellitenhauptauftragnehmer Astrium ist für 2008 geplant.

Schutzschild Magnetfeld

Für das Leben auf der Erde ist das die Erde umgebende Magnetfeld von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit der Atmosphäre dient es als Schutzschild vor der gefährlichen solaren Strahlung, dem so genannten Sonnenwind. Im Zusammenwirken mit der Erdrotation wirkt der zwiebelartige Aufbau unserer Erde mit einer den festen inneren Kern umgebenden flüssigen Schicht aus Nickel-Eisen-Schmelze wie ein gigantischer Dynamo und erzeugt so das Erdmagnetfeld. Die Vermessung des Magnetfeldes erlaubt daher auch einen Einblick den Aufbau unseres Planeten. (APA)