Johannesburg - In Südafrika hat ein zunächst nur regional aufgetretener extrem gefährlicher Tuberkulose-Erreger fünf weitere Menschen getötet. Die gegen die meisten Medikamente resistenten Bakterien (XDR-TB) hatten bis Anfang September bei 52 von 53 bekannt gewordenen Infizierten zum Tode geführt. Aus der Ostkap-Provinz wurden am Donnerstag die fünf jüngsten Fälle bekannt.

Ein Sprecher der regionalen Gesundheitsbehörde erklärte, die Opfer hätten zu einer Gruppe von 33 Personen gehört, die mit dem "Killer"-Erreger infiziert waren und im Krankenhaus von Bethelsdorp behandelt wurden. Die übrigen Patienten würden in Quarantäne gehalten, ihre Familienmitglieder auf Anzeichen für eine Infektion untersucht.

Mediziner der Weltgesundheitsorganisation WHO hatten Ende vergangenen Jahres gewarnt, dass eine Epidemie "tödliche Folgen" hätte. Allein in der Provinz KwaZulu-Natal - in der das gehäufte Auftreten der Erreger zuerst nachgewiesen worden war - wurden mehr als 300 Fälle bekannt. XDR-TB-Bakterien treten vereinzelt auch anderswo in der Welt auf.

In Südafrika mit seiner hohen Aids-Rate stellt die Krankheit aber meist eine tödliche Bedrohung dar, da das geschwächte Immunsystem der HIV-Infizierten anfälliger für andere Krankheitserreger ist. Tuberkulose (TB) ist weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten. (APA/dpa)