Israel erwägt, die Reparaturarbeiten am Tempelberg in Jerusalem via Webcam ins Internet zu übertragen. Muslime befürchten, bei der Instandsetzung eines jahrhundertealten Aufgangs könnten die nahe gelegenen heiligen Stätten des Islams beschädigt werden. Beschädigung Der Weg war bei einem Schneesturm vor zwei Jahren schwer beschädigt worden. Mit den Kameras könne die gesamte arabische Welt beobachten, was dort passiere, warb der Abgeordnete Israel Hasson für eine Installation der Webcams. Die Altertumsbehörde erklärte am Donnerstag, der Einsatz von Internet-Kameras werde geprüft. Keine Akzeptanz Die muslimische Stiftung Waqf, die die islamischen Stätten überwacht, wies den Vorschlag zurück. "Dies ist ein historischer Ort, und ihre Maschinen zerstören es", kritisierte der Vorsitzende Adnan Husseini. "Die Israelis müssen die Arbeit unterbrechen und dem Waqf die Renovierungen überlassen." Die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom gehören zu den heiligsten Stätten des Islam. Nach islamischem Glauben stieg dort der Prophet Mohammed zum Himmel auf. Auch den Juden gilt der Berg wegen seiner Tempel aus biblischer Zeit als Heiligtum. (APA)