Brüssel/Paris - Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat mit Zurückhaltung auf die Einigung der rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah zu einer gemeinsamen Regierung reagiert. "Wir werden uns mit dem besten Willen alle Einzelheiten ansehen, auf positive, aber vorsichtige Weise", sagte eine Sprecherin Solanas am Freitag in Brüssel. Die EU begrüße die Anstrengungen Saudi-Arabiens bei den Verhandlungen.

Frankreich sieht in der Einigung zwischen Hamas und Fatah auf eine gemeinsame Regierung nach blutigen Auseinandersetzungen die Chance zur Befriedung des innerpalästinensischen Konfliktes. Nach mehreren Wochen könnten die Gruppierungen nun ihre Feindschaft überwinden und sich hinter einer Regierung der nationalen Einheit sammeln, erklärte Außenminister Philippe Douste-Blazy am Freitag in Paris. Die Staatengemeinschaft rief er auf, die Palästinenser zu unterstützen.

Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas von der Fatah und der politische Führer der radikal-islamischen Hamas, Khaled Mashaal, hatten am Donnerstag in Mekka ihre Unterschrift unter das Abkommen gesetzt. Es enthält auch das Versprechen, in der Vergangenheit geschlossene Friedensvereinbarungen mit Israel zu respektieren. Eine Anerkennung der Abkommen mit Israel ist Voraussetzung des Westens für die Wiederaufnahme der direkten Hilfszahlungen an die palästinensische Autonomiebehörde. (APA/Reuters/AP)