Wien - Die Zahl der Fachhochschul-AkademikerInnen in Österreich steigt stark an. Im Vorjahr wurde bei der Absolventenzahl mit 5.165 erstmals die 5.000-er Marke durchbrochen, wie die Statistik Austria in einer Aussendung mitteilte. Dies entspricht einer Steigerung um rund 25 Prozent gegenüber dem Jahr davor - 2005 waren 4.217 Studienabschlüsse an Fachhochschulen (FH) erhoben worden. Die Gesamtzahl der FH-Akademiker stieg damit auf rund 22.500 seit Bestehen dieses Ausbildungszweigs. Zum Vergleich: An den Universitäten schließen jährlich rund 18.000 Studierende ihr Studium ab, Tendenz ebenfalls steigend.

Unterschied bei Studiengängen

Die Frauenquote bei den FH-AbsolventInnen betrug im Vorjahr 40 Prozent - wobei es große Unterschiede zwischen den Studiengängen gibt. Nur 20 Prozent der 2.348 AbsolventInnen in einem technischen Studiengang waren Frauen, umgekehrt dafür 55 Prozent der 2.256 AbsolventInnen einer wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung und 77 Prozent der 434 Jungakademiker in den Sozialwissenschaften. 36 Männer und 18 Frauen schlossen einen Studiengang im Bereich Gestaltung/Kunst ab, 71 Männer und zwei Frauen "Militärische Führung". Fast 90 Prozent der Absolventen schlossen dabei einen Diplomstudiengang ab, der Rest verteilte sich auf den Bachelor/Master-Bereich.

Die meisten österreichischen FH-AbsolventInnen des Vorjahres stammen aus Niederösterreich (22 Prozent) und Wien (20 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (19 Prozent) und der Steiermark (17 Prozent). Es folgen Salzburg, Tirol und Kärnten mit je sechs Prozent, das Burgenland mit vier und Vorarlberg mit einem Prozent. Die ausländischen Absolventen stellen mit drei Prozent der Gesamt-AbsolventInnenzahl nur einen geringen Anteil. (APA)