Laut Volkszählung 2001 gibt es rund 340.000 Muslime in Österreich. Heute sind es wohl 400.000. Auch in Europa sind Daten meist geschätzt - Deutschland 3,2 Millionen, Frankreich 5-6 Millionen. Die Muslime in Österreich sind seit 1912, nach der Annexion des überwiegend muslimischen Bosnien durch die Monarchie, eine anerkannte Religionsgemeinschaft.

 

Das hat etwa den Vorteil, dass der Staat die muslimischen Religionslehrer bezahlt und damit auch (mehr oder weniger) kontrolliert. Auch bei der Aufteilung nach Glaubensrichtungen ist man auf Schätzungen angewiesen. Die Schiiten sagen, sie seien rund 60.000, die Aleviten (hauptsächlich in der Türkei angesiedelt, halten sich nicht streng an alle Gebote).

Die große Mehrheit der Muslime stellen die türkischen Staatsbürger mit 250.000 plus 50.000 türkischstämmige Österreicher. Die Bosnier dürften mit 70.000 die zweitgrößte nationale Gruppe bilden. Das Kopftuch ist, im Gegensatz zu Frankreich, in den Schulen nicht verboten. (DER STANDARD, Printausgabe, 10./11.2.2007)