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In einem Vorort der Hauptstadt Conakry erschoss die Polizei laut Augenzeugenberichten bei der Verfolgung einer Gruppe junger Menschen am Sonntag einen Mann.

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Conakry - In Guinea wurde die Ausgangssperre am Sonntag teilweise wieder aufgehoben. Angesichts der ruhigeren Lage gelte ab Montag eine um sechs Stunden verkürzte Ausgangssperre, sagte Armee-Stabschef Kerfala Camara im staatlichen Fernsehen. Nach Angaben von Oppositionsvertretern und Menschenrechtsgruppen wurden in den vergangenen Tagen hunderte Menschen festgenommen.

Präsident Lansana Conte hatte am Montag den Notstand ausgerufen, um einen Generalstreik und gewaltsame Auseinandersetzungen zu verhindern. Militärkräften war es erlaubt, Menschen unter dem Vorwand der Gefährdung der inneren Sicherheit festzunehmen und eine 18-stündige Ausgangssperre zu verhängen. Dieser Schritt war international kritisiert worden.

Bereits im Jänner hatte es einen 18-tägigen Generalstreik der Gewerkschaften gegeben, um Präsident Conte zum Amtsverzicht zu zwingen. Bei den Unruhen sind seit Anfang Jänner mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen, fast alle davon waren Zivilisten. Conte regiert das westafrikanische Land seit einem gewaltsamen Putsch 1984. (APA/Reuters)