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London - Die Finanzierungsaffäre der Labour-Partei hat das Ansehen des britischen Premierministers Tony Blair weiter beschädigt: Nicht einmal jeder fünfte Brite hält den Regierungschef noch für glaubwürdig. In einer Umfrage der "Sunday Times" sagten nur noch 16 Prozent der Befragten, sie hielten Blair für "ehrlich und gradlinig". Dagegen glauben 56 Prozent, dass der Regierungs- und Parteichef tatsächlich Titel gegen Geheimdarlehen vergeben hat. Die Polizei ermittelt gegen die Labour-Partei unter dem Verdacht, dass diese großzügige Kredite mit der Vergabe von Ehrentiteln belohnt habe. Labour hatte im Jahr 2005 Darlehen in Höhe von umgerechnet rund 20 Millionen Euro erhalten und geheim gehalten. Vier der zwölf genannten Geldgeber waren von Blair für einen Sitz im Oberhaus vorgeschlagen worden. Auch die konservative Tory-Partei und die Liberalen stehen unter Verdacht, ähnlich vorgegangen zu sein. (APA)