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Foto: APA/EPA/Vennenbernd
Düsseldorf - Bei Deutschlands drittgrößtem Handelskonzern Rewe gibt es dem "Handelsblatt" zufolge schon wieder Streit auf der Führungsetage. Unter Berufung auf mehrere Quellen im Unternehmen schreibt die Zeitung, es habe heftige Auseinandersetzungen zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Alain Caparros und Aufsichtsratschef Klaus Burghard gegeben. Bei Rewe gab es in den vergangenen drei Jahren mehrere Führungswechsel.

Schlag auf Schlag

Laut "Handelsblatt" soll sich der Aufsichtsrat wegen der vielen Führungswechsel in den vergangenen Jahren zunehmend auch an der operativen Leitung des Geschäfts beteiligt haben. Dies sei aber dem seit September amtierenden Vorstandschef Caparros ein Dorn im Auge. Caparros selbst habe sich der Zeitung gegenüber dazu aber nicht äußern wollen.

Seit dem Abgang des 27 Jahre amtierenden "Mr. Rewe", Hans Reischl, ging es bei dem Handelskonzern Schlag auf Schlag: Auf Reischl folgte Dieter Berninghaus, der aber wegen eines Untreuefalls zurücktreten musste und zwischenzeitlich auch wegen schwerer Untreue zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.

Dreigestirn

Anschließend führte ein Dreigestirn aus den Vorstandsmitgliedern Gerd Bruse, Josef Sanktjohanser und Hans Schmitz den Konzern. Deren Amtszeit endete aber nach sechs Monaten, Bruse und Schmitz verließen kurz darauf den Handelsriesen. Darauf folgte für immerhin anderthalb Jahre Achim Egner auf den Chefposten, der aber im September 2006 von Caparros abgelöst wurde.

Rewe ist in Österreich mit den Marken Billa/Merkur, Bipa und Penny vertreten. (APA/AP)