Pristina/Belgrad - Die Kosovo-Polizei hat am heutigen Montag die Büroräume der nationalistischen kosovo-albanischen Organisation "Vetevendosja" (Selbstbestimmung) in mehreren Städten in der Provinz durchsucht. Drei Angehörige der Organisation wurden festgenommen, meldeten Medien. Die Durchsuchungen erfolgten nach den gewalttätigen Zusammenstößen zwischen "Vetevendosja"-Anhängern und der UNO-Polizei vergangenen Samstag in Pristina, bei denen zwei Menschen ums Leben kamen, Dutzende verletzt und 15 Personen festgenommen wurden.

Ein "Vetevendosja"-Sprecher bestätigte indes, dass sich der am Samstag festgenommene Chef der Organisation, Albin Kurti, weiterhin in U-Haft befindet. Weitere vier ebenfalls festgenommene "Vetevendosja"-Mitglieder wurden zu je 40 Tagen Haft verurteilt, eine weitere Person ist mit 15 Tagen Haft davon gekommen.

"Vetevendosja" widersetzt sich jeglichen Verhandlungen über den künftigen Status des Kosovo, ist mit dem Vorschlag des UNO-Chefverhandlers Martti Ahtisaari unzufrieden und fordert die sofortige Unabhängigkeit der seit 1999 von der UNO verwalteten südserbischen Provinz. (APA)