Aare - Das Verbalduell zwischen Ski-Superstar Hermann Maier und ORF-Analytiker und "Mr. Millionenshow" Armin Assinger hat am Montagabend zum Zusammenbruch der "Herminator"-Homepage www.hm1.com geführt. "Zum ersten Mal seit Hermanns Unfall 2001", berichtete Ernst Lackner, der u.a. die Homepage und den Fanshop des Flachauers betreut.

Maiers erstes öffentliches Statement - abseits seiner Homepage - zur Kritik Assingers und den darauf folgenden hohen Wellen lautete am Montagabend: "Es ist Kritik gekommen. Kritik gehört auch her. Aber irgendwo gibt es einen Punkt, an dem man dann selbst eine Stellungnahme abgeben sollte. Und das tut man am Besten über seine Homepage, wenn man eine hat", so der 34-Jährige. "Die Sache ist für mich gegessen", versicherte Maier, fügte jedoch hinzu: "Ich gehe davon aus, dass er sich irgendwann entschuldigen wird."

Keine Beleidigung

Maier wollte jedoch dem Kärntner keinesfalls zu nahe treten. "Ich bin kein gehässiger Typ und will ihn auf keinen Fall beleidigen. Aber wenn man so sehr an den Pranger gestellt wird, muss man etwas machen. Jeder hat eine eigene Meinung und kann diese auch kund tun."

Als Kritik von einem ehemaligen Stallgefährten sieht Maier die Aussagen Assingers im ORF-WM-Studio am Sonntagabend nach dem ÖSV-Debakel in der WM-Abfahrt der Herren nicht: "Ich sehe ihn eher nicht als einen Ex-Kollegen, er war doch vor meiner Zeit." Der Salzburger glaubt nicht, dass es sich um persönliche Gründe handelt. "Ich gehe davon aus, dass das nichts Persönliches war."

Auch Benjamin Raich schlug sich ganz klar auf die Seite seines Teamkollegen. "Auch Hermann Maier hat ein Recht darauf, dass Kritik halbwegs fair abläuft. Wenn man ihm unterstellt, dass er nicht kämpft, dann liegt man definitiv falsch. Das ist fix." Der Pitztaler, im Vergleich zu Maier ein eher zurückhaltender Zeitgenosse, würde auf eine derartige Kritik folgendermaßen reagieren: "Gar nicht. Das ist meistens am besten. Außerdem ist das so ein schnelllebiges Geschäft, dass das sowieso sehr bald vergessen ist." (APA)