Zürich - Der international tätige Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re hat bei den Vertragserneuerungen im Jänner das Prämienvolumen dank der von General Electric übernommenen Insurance Solution um 14 Prozent auf 10,3 Mrd. Franken (6,34 Mrd. Euro) gesteigert. Swiss Re erneuerte im Jänner insgesamt 67 Prozent seines traditionellen Rückversicherungsportfolios.

Der größte reine Rückversicherer der Welt rechnet für das erneuerte Geschäft mit einem kombinierten Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) von unter 95 Prozent. Die Marktbedingungen seien in den meisten Bereichen weiterhin exzellent, sagte die scheidende Finanzchefin Ann Godbehere in einer Telefonkonferenz.

Vom Nichtleben-Portfolio des ehemaligen Rückversicherers Insurance Solutions erneuerte Swiss Re 70 Prozent. Das Volumen des ehemaligen Swiss Re-Portfolio blieb stabil, allerdings verbesserte sich nach den Worten von Godbehere die Profitabilität.

Akquisition

In Europa erhöhte Swiss Re die Prämieneinnahmen um acht Prozent auf 6,1 Mrd. Franken. Weil Kunden ihren Selbstbehalt erhöhten, sanken die Volumen, was aber durch das Wachstum aus der Akquisition von Insurance Solutions mehr als kompensiert wurde, so die Gesellschaft.

Die Erneuerungsrunde in den USA war von der großen Nachfrage nach Katastrophen-Versicherungen dominiert. Swiss Re steigerte die Prämien in Amerika insgesamt um 36 Prozent auf 2,3 Mrd. Franken.

In Asien, wo die Erneuerung vom Jänner primär in den Schwellenländern erfolgte, betrug das Wachstum 22 Prozent auf 985 Mio. Franken.

Im Kredit- und Kautionsgeschäft konnte Swiss Re ihre nach eigenen Angaben führende Marktstellung ausbauen; die Prämien stiegen um drei Prozent auf 965 Mio. Franken.

Münchener Rück, die Nummer zwei unter den Rückversicherern, hatte jüngst für die Jänner-Erneuerungsrunde einen dreiprozentigen Prämienrückgang berichtet. Hannover Re hatte nur dank eines starken Deutschland-Geschäfts einen zweiprozentigen Prämienanstieg erreicht. (APA/Reuters)