Da die Auftragslage derzeit stimmt, kann viel gebaut werden. Dies belegen auch Zahlen aus dem Vorjahr: Die deutsche Bauindustrie legte um mehr als sechs Prozent zu. Ähnlich sieht es auch in anderen europäischen Ländern aus. Als weltweit führender Hersteller von Baustoffen profitiert die französische Lafarge vom Comeback der Branche: Einerseits durch die Erholung des westeuropäischen Marktes, anderseits vom Nachholbedarf der Schwellenländer. Denn Lafarge ist mit rund 80.000 Mitarbeitern in 76 Ländern, also nahezu rund um den Globus, aktiv. Wichtigster Geschäftsbereich ist die Zementsparte, gefolgt von Zuschlagstoffe & Beton, Dachbaustoffe und Gips. Allerdings stehen Veränderungen an: Im Dezember 2006 gab der Verwaltungsrat grünes Licht für den Verkauf des Dachbaustoff-Geschäfts. Der Wert dieser Sparte wurde mit 2,4 Mrd. Euro veranschlagt. Dies gibt der Gesellschaft finanziellen Spielraum, um selektive Zukäufe in den margenstärkeren Bereichen zu tätigen. Aber auch eine weitere Expansion gen Osten oder andere „Emerging Markets“ ist denkbar.

Im dritten Quartal 2006 meldete die Zentrale in Paris einen Umsatz von 5,1 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Überschuss ging es gar um 32 Prozent auf 548 Mio. Euro nach oben. Mit einem geschätzten 2008er KGV von 13 gehört das Papier zu den attraktivsten Titeln der Branche. Ergänzt werden die guten Nachrichten durch weitere Dividendenerhöhungen, die – laut Management – mit steigenden Gewinnen einhergehen sollen. Die jüngsten Umsatzzuwächse sowie die steigenden Gewinnmargen des Unternehmens überzeugen die Anleger. Kein Wunder, dass sich die Aktie in einem Aufwärtstrend bewegt. Lafarge erlebte allerdings auch schon andere Zeiten. In den Jahren 2002 und 2003 kamen vorwiegend negative Nachrichten von dem Zementriesen.Ab 2003 gelang dann die fundamentale Wende. Zunächst bewegte sich die Aktie in einem flachen Aufwärtstrend. Aus diesem konnte sie zum Jahreswechsel 2005/06 nach oben ausbrechen.

Beim bereits in Stuttgart und Frankfurt gehandelten Bonuszertifikat auf Lafarge (ISIN DE 000 DB0 RAY 7) liegt die Schwelle bei 100,00 Euro, was einem Risikopuffer von 14,8 Prozent entspricht. Bei einem Bonus-Betrag von 140,00 Euro ergibt sich eine Bonus-Rendite von 21,3 Prozent oder zehn Prozent p.a.

Fazit: Die bei 100,00 Euro festgelegte Schwelle passt auch in das charttechnische Bild, da sich in diesem Bereich die nächste Unterstützungszone befindet. Somit bietet das Produkt eine gute Renditechance, auch bei einer Konsolidierung der Aktie. Sollte sich die Aufwärtsbewegung ohne Unterbrechung fortsetzen, ist man daran „eins zu eins“, also ohne Cap, beteiligt.