Einhörner, Waldfeen und Wunderbäume: Es ist eine zauberhafte Welt, in die "Sarah - Die Hüterin des Einhorns" den Spieler entführt. Und wieder einmal geht es um nichts weniger als um die Rettung der Welt: Nur Sarah und ihr Einhorn haben die Macht, das Portal des Bösen zu verschließen und damit die Zauberwälder zu retten.

Das große Abenteuer beginnt zunächst ganz profan auf dem Hof von Sarahs Onkel. Dort stehen die alltäglichen Arbeiten an. Sarah muss die Tiere füttern, die Bäume düngen und die reifen Früchte einsammeln. Wenn sie genügend Geld - in der Zauberwelt Opale - verdient hat, kann sie beim Zauberer Samen kaufen, aus denen Feen entschlüpfen. Die verraten Sarah die Zaubersprüche zum Öffnen von rätselhaften Tempeln. Von der Königin der Waldfee hat sie erfahren, dass in den Tempeln vier Diamantsplitter versteckt sind, die genau in ihren Zauberstab passen. Und nur mit dem kann sie gegen das Böse antreten.

Nach einer etwas langatmigen Einführung lässt sich Sarah leicht mit Hilfe der Tasten über den Hof dirigieren. Die Orientierung erfolgt dank kleiner grüner Pfeile und einigen Hinweisschildern problemlos. Der Feenwald ist detailreich gestaltet, die Bäume blühen in allen Farben und Formen. Weit weniger einfallsreich waren die Designer bei der Ausarbeitung der Tiere: Alle drei Arten sehen aus wie zu groß geratene Hühner. Dafür ging ihnen bei der Namensgebung die Fantasie durch: Sarah ist für Pikkis, Wollis und Milkis verantwortlich, die, wie leicht zu erraten, Eier, Wolle und Milch geben. Ansonsten bleibt die Zauberwelt weitgehend unbewegt und starr.

Für "Sarah - Die Hüterin des Einhorns" benötigt man zwar kein großes Kombinationsgeschick, aber Ausdauer. So muss Sarah immer wieder zum Stall laufen und die verschiedenen Futtersorten auf die Tiere verteilen. Die wollen einzeln gefüttert werden, wobei man manchmal die Übersicht über die noch hungrigen Pikkis, Wollis und Milkis verliert. Das Einhorn kommt erst im späteren Verlauf des Spiels zum Einsatz. Sarah muss zunächst beim Zauberer teures magisches Zubehör kaufen, bevor sie los reiten kann. Im Tagebuch lassen sich die Spielstände speichern, damit nach vielen Tagen Arbeit nicht alles umsonst war.

"Sarah - Die Hüterin des Einhorns" von Tivola läuft auf einem Windows-PC (ab 98) und benötigt mindestens einen Prozessor mit einer Taktrate ab 800 Mhz sowie 256 MB RAM. Das Spiel wird vom Hersteller für Kinder ab acht Jahren empfohlen und kostet rund 20 Euro.(APA)