Ein Flugzeug der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines ist am Dienstag mit einem Triebwerkschaden auf dem Krakauer Flughafen Balice notgelandet. Die Maschine war mit 45 Passagieren an Bord von Helsinki unterwegs nach Wien gewesen, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf einen Flughafensprecher.

Der Pilot der Fokker 100 habe wegen der technischen Probleme an Bord Kontakt mit der Luftraumkontrolle aufgenommen und um Erlaubnis zur Notlandung gebeten. Das Flugzeug konnte sicher landen, keiner der Passagiere wurde verletzt. Die Reisenden sollten Krakau noch am Dienstagnachmittag mit dem nächsten planmäßigen Flug nach Wien verlassen.

AUA: Triebwerkstemperatur zu hoch

Laut Austrian Airlines (AUA), die den Vorfall bestätigten, war bei dem Flugzeug ein Triebwerk zu heiß geworden, weshalb der Pilot eine Turbine abgestellt und über Krakau eine Landung vorbereitet habe. Es habe "keine Gefahr zu irgendeinem Zeitpunkt gegeben", betonte Sprecherin Livia Dandrea im Gespräch mit der APA. Die Maschine könne auch mit nur einer Turbine sowohl starten, fliegen als auch landen.

Die betroffene Fokker 100 ist nach Angaben der AUA von Helsinki nach Wien unterwegs gewesen. Nachdem die hohe Triebwerkstemperatur festgestellt worden war, habe der Pilot die Landung gegen 9.35 Uhr durchgeführt. An Bord seien 40 Passagiere gewesen, so Dandrea.

Zusammenhänge mit dem Problem der Eisschutzleisten, die im Jänner 2004 zu einer Notlandung einer Fokker 70 auf einem Feld vor München geführt haben, gebe es nicht, betonte Dandrea: "Das hat damit überhaupt nichts damit zu tun. Das wäre so wie wenn bei einem Auto einmal ein Bremslicht ausfällt und das nächste Mal eine Zündkerze." Nach der Notlandung am 26. Jänner 2004 mussten 2.000 Turbinen des Herstellers Rolls Royce überprüft werden, die unter anderem in Fokker 70 verbaut waren. (APA)