Troy - Der in einem Insolvenzverfahren operierende größte US-Autozulieferer Delphi Corporation hat in den ersten neun Monaten 2006 einen gewaltigen Verlust von 4,6 Mrd. Dollar (3,5 Mrd. Euro) verbucht. Es gab Sonderbelastungen von 2,9 Mrd. Dollar für den drastischen US-Personalabbau bei der ehemaligen Autoteile-Sparte von General Motors. Dies hat Delphi mit Sitz in Troy (US- Bundesstaat Michigan) am Dienstag bekannt gegeben. Der Verlust je Aktie betrug 8,21 (Vorjahr: 2,73) Dollar. Der Neunmonatsumsatz stagnierte mit 20,0 (20,2) Mrd. Dollar.

Delphi hatte im dritten Quartal 2006 einen Verlust von zwei Mrd. Dollar (1,5 Mrd Euro) oder 3,51 Dollar je Aktie verbucht. Der massive Personalabbau schlug sich dabei mit einer Mrd. Dollar zu Buch. Delphi hatte im dritten Quartal des Vorjahres rote Zahlen von 788 Mio. Dollar oder 1,40 Dollar je Aktie geschrieben.

Der Quartalsumsatz fiel auf 6,0 (6,3) Mrd. Dollar. Dabei steuerte das Delphi-Geschäft mit General Motors 43 Prozent des Umsatzes bei. Der Umsatz mit der ehemaligen Mutter war um zwölf Prozent abgesackt. Dagegen brachte es Delphi auf einen Umsatz mit anderen Autofirmen und Kunden von 3,4 (3,3) Mrd. Dollar. Delphi habe wegen des Wettbewerbsdrucks auf die amerikanischen Operationen noch immer erhebliche Verluste, hieß es.

GM schraubt US-Produktion stark zurück

General Motors schraubt seine amerikanische Autoproduktion stark zurück, um der fallenden Nachfrage gerecht zu werden. Das gilt auch für Ford und Chrysler. Hierunter leiden amerikanische Autozulieferer ganz besonders. Viele befinden sich in Insolvenzverfahren.

Delphi wolle mit den Anteilseignern, Gewerkschaften und mit General Motors eine einvernehmliche Restrukturierungs-Vereinbarung treffen, um die Schlüsseloperationen in den USA wettbewerbsfähig zu machen, betonte Delphi-Konzernchef Robert S. Miller. (APA/dpa)