New York - Männliche Zellen verbessern die Erfolgsrate beim Klonen. Peter Mombaerts und Elaine Fuchs von der Rockefeller University haben nachgewiesen, dass Mäuseembryos, die aus erwachsenen männlichen Zellen gewonnen wurden, sich drei Mal so oft vollständig entwickelten.

Für das Klonen eines erwachsenen Tieres wird normalerweise der Kern einer erwachsenen Zelle in eine Eizelle eingepflanzt, deren Chromosomen entfernt wurden. Der Versuch eine erwachsene Zelle neu zu programmieren, führte immer wieder zu sehr niedrigen Erfolgsraten. Details der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Weitere Tests nötig

Die Wissenschafter versuchten das bekannte Problem mit erwachsenen Hautstammzellen zu umgehen, die weniger differenziert sind und daher leichter umzuprogrammieren sein sollten. Die Erfolgsrate blieb immer noch sehr niedrig. Es zeigte sich jedoch, dass sich 5,4 Prozent der Embryos aus männlichen Zellen vollständig entwickelten. Bei vergleichbaren Zellen von weiblichen Tieren waren es nur 1,6 Prozent. Weitere Tests sollen laut New Scientist jetzt feststellen, ob diese geschlechtsbedingte Abweichung auch für andere Zellarten gilt. (pte/red)