Wien - Weniger Demonstranten als im Vorjahr wird es bei der Anti-Opernball-Demo 2007 kaum geben - damals waren es schließlich nur ein gutes Dutzend Jugendlicher. Da heuer unter anderem auch Arbeitslosen- und Kulturinitiativen teilnehmen wollen, ist mit stärkerem Zuspruch zu rechnen, die Wiener Polizei geht von rund 500 Teilnehmern aus, die sich ab 20 Uhr vor dem Museumsquartier treffen wollen.

Gleichgültig, wie viele ihren Unmut über unterschiedliche Kapitalverteilung kund tun: Eine größere Sperrzone als im Vorjahr gibt es rund um die Oper in jedem Fall. "Aufgrund zu befürchtender gewalttätiger Ausschreitungen anlässlich des Opernballs 2007 ist anzunehmen, dass eine allgemeine Gefahr für Leben oder Gesundheit mehrerer Menschen und für Eigentum im großen Ausmaß (...) entstehen wird", beginnt die Verfügung von Polizeipräsident Peter Stiedl, das Gebiet rund um den Ballplatz (grob von der Elisabethstraße bis zur Maysedergasse und vom Kärntner Ring/Ecke Operngasse bis zur Ecke Akademiestraße) ab 19 Uhr zu sperren.

Rund 300 Polizisten sollen sicherstellen, dass nur Ballbesucher und Berechtigte das Areal bis Mitternacht betreten, die Straßenbahnlinien am Ring werden ab 19 Uhr kurzgeführt. Ziemlich sicher draußen bleiben werden Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta, deren angemeldete Demonstration untersagt werden dürfte. (moe, DER STANDARD Printausgabe 14.2.2007)