Paris - Dank höherer Strom- und Gaspreise hat der französische Energieriese EdF seinen Umsatz 2006 unerwartet stark um 15 Prozent gesteigert. Wie der weltweit größte Atomstromerzeuger am Mittwoch mitteilte, wuchs der Umsatz im vergangenen Jahr auf 58,93 Mrd. Euro. Dazu hätte auch höhere Liefervolumen und die Integration der italienischen Tochter Edison beigetragen. Das Geschäft mit erneuerbaren Energien in der Konzernsparte EDF Energies Nouvelles sank hingegen leicht um 1,3 Mio. Euro auf 334,8 Mio. Euro. EdF hatte 2006 die italienische Edison in sein Geschäft eingegliedert und so seine Kapazitäten gesteigert. Über das Wachstum in Deutschland, etwa durch die Beteiligung an EnBW, wurde zunächst nichts bekannt. In den ersten neun Monaten war das Geschäft in Deutschland um 18 Prozent gewachsen. EDF ist auch im französischen Wahlkampf Thema: Der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy will den Staatsanteil am Konzern verringern, seine sozialistische Gegenkandidatin Segolene Royal EdF hingegen wieder verstaatlichen. (APA/Reuters)