San Francisco - Der amerikanische Jeans-Hersteller Levi Strauss & Co. hat im Schlussquartal und im gesamten Geschäftsjahr 2005/06 (26. November) den Gewinn mit Hilfe von Kostensenkungen und Steuervorteilen kräftig erhöht. Der Umsatz hat sich stabilisiert.

Es gab eine deutliche Geschäftsbesserung der Levi- und der Docker-Sparten in den USA sowie des Geschäfts im asiatisch-pazifischen Raum. Dagegen gab es im Gesamtjahr in Europa Umsatzeinbußen sowie Rückschläge mit der preiswerten Signature-Marke in den USA.

Levi Strauss ist nicht börsennotiert. Das in San Francisco ansässige Traditionsunternehmen hatte im Gesamtjahr einen Umsatz von 4,2 Mrd. Dollar (3,2 Mrd. Euro). Das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gesellschaft verdiente 239 (Vorjahr: 156) Million Dollar. Dies gab Levi Strauss am Dienstag bekannt.

Mehr Quartalumsatz

Der Quartalsumsatz erhöhte sich um vier Prozent auf 1,2 Mrd. Dollar und der Quartalsgewinn verdoppelte sich auf 96 (44) Mio. Dollar. Der neue Konzernchef John Anderson hob steigende Quartalsumsätze in allen drei Regionen hervor. Im Gesamtjahr habe man stabile Umsätze und starke Gewinne verbucht und die Schulden reduziert. Man gehe mit positivem Schwung ins Jahr 2007.

Levi Strauss hatte einst Jahresumsätze von rund sieben Mrd. Dollar, doch war das Unternehmen auf Grund der harten Konkurrenz anderer Jeans-Hersteller und einer späten Verlagerung seiner Fertigung in Billiglohnländer in Schwierigkeiten geraten. Es gab Massenentlassungen und Kostensenkungsprogramme. Der Umsatz stabilisierte sich in den vergangenen drei Jahren bei rund 4,2 Mrd. Dollar. Der konsequente Sparkurs und das erfolgreiche Comeback in Teilbereichen hat Levi Strauss inzwischen wieder deutlich steigende Gewinne gebracht. (APA/dpa)