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Die Abbildung von Kleopatra auf der Münze aus dem Jahr 32 v. Chr. ist wenig schmeichelhaft.

Foto: AP/Newcastle University

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Aber auch Mark Anton auf Vorderseite der Münze kommt nicht besonders gut weg.

Foto: AP/Newcastle University
London - Eine 2000 Jahre alte römische Münze hat Zweifel an der Schönheit der ägyptischen Königin Kleopatra offenbart. Das Bild auf dem kleinen silbernen Denar zeige Kleopatra mit spitzem Kinn, schmalen Lippen und spitzer Nase, berichtete die britische Tageszeitung "Times" am Mittwoch. Die Münze sei 32 vor Christus entstanden und auf der Suche nach Ausstellungsstücken von Mitarbeitern der Universität Newcastle entdeckt worden.

"Das populäre Image, das wir von Kleopatra kennen, ist die schöne Königin, die von den römischen Politikern und Generälen verehrt wurde", meint Clare Pickersgill, stellvertretende Direktorin des archäologischen Museums Newcastle. Die jüngsten Forschungsergebnisse widersprächen allerdings dieser Meinung. Ähnliche Aussagen kommen auch von der Direktorin des archäologischen Museums der Universität von Newcastle, Linsay Allason-Jones: "Das Image ist sehr weit von Liz Taylor und Robert Burton entfernt.

Römische Schreiber schwiegen zur Schönheit

Römische Schreiber haben immer davon berichtet, dass Kleopatra intelligent und charismatisch war und eine wunderschöne Stimme hatte. Von ihrer Schönheit wurde allerdings nicht berichtet." Experten berichten allerdings davon, dass es von der ägyptischen Königin zahlreiche und zum Teil erheblich unterschiedliche Münzportraits gebe. Ein Rückschluß auf das tatsächliche Antlitz der Königin gebe es daher nicht. Hingegen wären die Portraits von Mark Anton einheitlicher: Sie zeichnen das Bild eines grobschlächtigen Feldherrn.

Bei den untersuchten Münzen handelt es sich um Silber-Denaren von der Prägeanstalt von Mark Anton. Die Vorderseite trägt daher auch sein Porträt. Die Universität von Newcastle hofft auf ähnlich sensationelle Funde bevor das Great North Museum 2009 seine Pforten öffnen wird. (APA/Reuters/pte/Red)