London - Die Bands Arctic Monkeys und The Killers sind bei der Verleihung der Brit Awards am Mittwochabend in London mit je zwei Preisen ausgezeichnet worden. Das Quartett aus Sheffield wurde als beste britische Band geehrt, außerdem erhielt es für "Whatever People Say I Am, That's What I'm Not" den Preis für das beste britische Album. The Killers aus Las Vegas durften sich über die Trophäen für die beste internationale Band des Jahres und für das beste internationale Album, "Sam's Town", freuen.

Die 23-jährige Sängerin Amy Winehouse gewann in der Kategorie beste britische Künstlerin, die kanadische Sängerin Nelly Furtado in der Kategorie beste internationale Künstlerin. Bei den britischen Männern siegte der 22-jährige Sänger/Songwriter James Morrison, der im vergangenen Jahr mit seinem Debütalbum "Undiscovered" die britischen Charts stürmte. "Dies hier ist für jeden Singer/Songwriter, der immer noch in Pubs spielt", sagte er bei der Entgegennahme seines Preises. Als bester internationaler Künstler wurde Justin Timberlake geehrt. Oasis ("Wonderwall", "Don't Look Back in Anger") erhielten einen Preis für besondere Verdienste um die Musik.

Erstmals wieder TV-Event

Bester internationaler Newcomer wurde die Band Orson aus Los Angeles. The Fratellis, ein Trio aus Glasgow, machte das Rennen in der Kategorie beste britische Newcomer. Als beste britische Single wurde "Patience" von Take That ausgewählt, deren erfolgreiches Comeback ohne Originalmitglied Robbie Williams 2006 Schlagzeilen machte. Insgesamt war es für die älter gewordene Boygroup bereits der fünfte "Brit". Die Vierer-Truppe wurde in London vor rund 10.000 Gästen begeistert gefeiert. Viel Applaus gab es aber auch für Robbie Williams, der bei der zweistündigen Show mehrfach erwähnt wurde. Bei seiner einzigen Nominierung für die beste Live-Show musste er sich allerdings der Band Muse geschlagen geben.

Die größte Enttäuschung musste die 21-jährige Lily Allen einstecken, die im Sommer gleich mit ihrer Debütsingle "Smile" einen Nummer-Eins-Hit gelandet hatte. Die Londonerin musste trotz drei Nominierungen mit leeren Händen nach Hause gehen.

Die glanzvolle Veranstaltung wurde zum ersten Mal seit 1989 in Großbritannien wieder live im Fernsehen übertragen. In der Show traten unter anderem Take That, Amy Winehouse, The Killers, Corrine Bailey Rae und The Red Hot Chili Peppers auf.

Die Brit Awards sind der wichtigste britische Musikpreis. Die auch "Gongs" genannten Trophäen werden von der britischen Musikindustrie vergeben. In einigen Kategorien stimmen Leser von Musikzeitschriften und Hörer von Rundfunksendern über die Preisträger ab. (APA/AP/dpa)