Zürich - Der international tätige Schweizer Elektrotechnik-Konzern ABB hat 2006 seinen Gewinn kräftig gesteigert. Er legte um 89 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar (1,07 Mrd. Euro) zu. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz im letzten Jahr um 11 Prozent auf 24,4 Mrd. Dollar.

Der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 45 Prozent auf den Rekordwert von 2,6 Mrd. Dollar. Auch beim Auftragseingang konnte ABB um 22 Prozent auf 28,4 Mrd. Dollar zulegen. Der Auftragsbestand lag Ende 2006 bei 16,95 Mio. Dollar. Dies entspricht einer Verbesserung um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

ABB führt das Wachstum auf ein starkes viertes Quartal und die hohe Nachfrage nach Technologien zur Erhöhung der Zuverlässigkeit von Stromnetzen und der Energieeffizienz zurück. Auch die Aktionäre sollen am Erfolg des Unternehmens teilhaben. Die Dividende soll auf 0.24 Franken je Aktie verdoppelt werden.

Für das laufende Jahr sieht der Elektronik-Konzern keine wesentlichen Änderungen im Marktumfeld. ABB habe die richtigen Technologien und die Marktposition, um von der steigenden Nachfrage zu profitieren, wird ABB-Konzernchef Fred Kindle zitiert.

Starke Nachfrage hält an

In Asien, dem Nahen Osten und in Nord- und Südamerika rechnet ABB mit einer anhaltend starken Nachfrage nach Anlagen für die Stromverteilung und die Stromübertragung. Die Erneuerung von Ausrüstung und Investitionen in die verbesserte Netzeffizienz und Netzzuverlässigkeit dürften auch in Europa und Nordamerika für volle Auftragsbücher sorgen.

Auch Investitionen in die Automation sollten nach Einschätzung von ABB in den meisten Industriezweigen anhalten - besonders in Asien sowie in Nord- und Südamerika. Insgesamt wird aber für 2007 mit einem etwas moderateren Auftragsanstieg gerechnet.

ABB hat die Erwartungen der Analysten mehr oder weniger getroffen. "Das ist ein solides Ergebnis, aber möglicherweise nicht genug, um die hohen Erwartungen zu erfüllen", sagte ein Analyst der Nachrichtenagentur Reuters.

Er rechnete mit Gewinnmitnahmen in der Aktie. "Der Ausblick ist wie erwartet; auf hohem Niveau dürfte sich die Wachstumsraten etwas abschwächen", so der Analyst. (APA/sda)