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"Zu 90 Prozent spiele ich jetzt nur noch auf der Tour"

Foto: REUTERS/Petar Kujundzic
Dubai - Die Vorarlbergerin Tamira Paszek geht am Wochenende den neunten und letzten Schritt. Mit der Qualifikation beim Millionen-Turnier "Dubai Tennis Championships" erklimmt die Dornbirnerin im Alter von erst 16 Jahren die bereits letzte Stufe auf dem Weg zur großen Karriere, deren bisheriger Höhepunkt ihr erster WTA-Turniersieg im vergangenen September in Portoroz war. Nun aber geht es so richtig auf Tour.

Vater Ariff Mohamed zählte die Schritte in der Laufbahn seiner Tochter für sich mit, die Fed-Cupperin selbst war da nicht so involviert. "Aber ich kann es mir schon vorstellen", erklärte Paszek im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Das beginnt bei den Kinder-Turnieren über die Bezirks- und Landes-Turniere bis zur WTA-Tour." Auf dieser geht es für die Weltranglisten-124. nun eben so richtig los, nachdem es bisher nur vereinzelte Auftritte waren.

"Zu 90 Prozent spiele ich jetzt nur noch auf der Tour", meinte die Schülerin. Ihren heuer einzigen großen Auftritt hatte sie bei den Australian Open, in Melbourne schaffte sie es bei ihrem Grand-Slam-Debüt auf Anhieb ins Hauptfeld und in Runde 2. Für Dubai rutschte Paszek nun im letzten Moment in das Quali-Feld hinein, künftig soll es keine Zitterpartie mehr werden. Denn für Dubai und danach Doha galt bei der Nennung noch ihr altes Ranking um 180.

In den vier Wochen seit dem Ausscheiden in Melbourne absolvierte Paszek in der Schule drei Prüfungen, schloss damit das erste Semester ab. "Sonst habe ich viel trainiert und Fitness gemacht." Dabei unterstützten sie auf dem Court einige männliche Sparring-Partner. Coach Larri Passos war nicht dabei, rechtzeitig vor dem Abflug am Mittwoch in die Emirate kam Passos' Assistenz-Trainer Roland Santos nach Dornbirn, um Paszek und Mohamed zu begleiten.

Ein konkretes Ranking-Ziel setzt sich Paszek für die nächste Zeit nicht. "Ich möchte mich auf der WTA-Tour etablieren, Erfolge sammeln." Besonders in Dubai wird ein Vordringen in den Hauptbewerb schwierig, die Qualifikation ist sehr stark besetzt. Gerade aber darin sieht die Rechtshänderin eine Herausforderung: "Die Arbeit hört ja nie auf, es sind viele kleine Schritte nach oben."

Auftrieb gab Paszek der Premieren-Turniersieg von Sybille Bammer in Pattaya. "Das ist perfekt für Österreich, perfekt für sie. Ich freue mich total. Auch Melzer, Eschauer, Koubek und Peya hatten ja heuer schon Erfolge." Da möchte Paszek nun anschließen, in Dubai soll es los gehen. (APA)