Wien - Der Eurofighter-Untersuchungsausschuss hat der Werbeagentur-Chefin Erika Rumpold zugestanden, dass sie nächste Woche in einer vertraulichen Sitzung aussagen darf - ohne Medienöffentlichkeit. Diesen Beschluss bestätigte ÖVP-Fraktionschefin Maria Fekter gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Freitag-Ausgabe). Rumpold habe sich gegenüber dem Ausschuss auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse berufen. In Rumpolds Werbevertrag mit Eurofighter-Verkäufer EADS befinde sich offenbar eine Schweigeklausel. Der Ausschuss gehe davon aus, dass die Chance zur Wahrheitsfindung steige, wenn die Sitzung vertraulich sei, rechtfertigt das Grüne Gremiumsmitglied Werner Kogler den überraschenden Schritt. Die Agentur von Erika und Gernot Rumpold hatte einen 6,6 Millionen Euro Werbevertrag vom Eurofighter-Konzern EADS erhalten. Für Werbung dürften davon nur zwei Millionen ausgegeben worden sein. Der Verbleib der restlichen Millionen gilt als eine der spannendsten Fragen, die im Ausschuss beantwortet werden sollen. (APA)