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Sarka Zahrobska war schon im Weltcup immer wieder für Spitzenplätze gut, in Aare gelang der Tschechin ihr Meisterstück.

Foto: APA/Parigger
Aare - Erstes Gold für Tschechien in der Geschichte der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Dafür sorgte am Freitag in Aare Sarka Zahrobska, die im Nachtslalom die fünffache Saisonsiegerin Marlies Schild mit 0,11 Sekunden Vorsprung in die Schranken wies. Bronze ging an Anja Pärson (0,16), die nach dreimal Gold bereits ihre vierte Medaille bei der Heim-WM eingesacht hat.

Kathrin Zettel wurde Fünfte, Michaela Kirchgasser Neunte und Riesentorlauf-Weltmeisterin Nicole Hosp 17. Österreichs Damen haben damit erneut eine gelungene Darbietung gezeigt, in allen fünf WM-Bewerben wurde eine Medaille gewonnen - einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.

Der Sieg von Zahrobska war beileibe keine Sensation, denn die 22-Jährige war in dieser Weltcup-Saison bereits Dritte in Zagreb und Zweite in Kranjska Gora. Und bei der WM 2005 in Bormio hatte sie mit Slalom-Bronze für die erste tschechische Medaille der Geschichte gesorgt.

"Daran geglaubt"

"Ich bin sehr überrascht und sehr glücklich. Ich habe aber daran geglaubt, dass ich eine Medaille holen kann. Ich hatte ein super Gefühl vor dem Rennen und bin in guter Form", so die Pragerin, die ihre Halbzeit-Führung souverän ins Ziel brachte. "Vor dem zweiten Lauf war ich schon bisschen nervös, weil das war ein ganz neues Gefühl. Aber nervös sind bei einer WM alle."

Schild war am Ende auch mit Platz zwei zufrieden. "Ich habe gemerkt, dass ich heute nicht das Maximum rausholen konnte. Mehr war nicht drinnen, aber Silber ist ja auch nicht schlecht." Ihre Hüftprobleme nach dem Sturz im Riesentorlauf waren mit einer Betäubungsspritze erfolgreich bekämpft worden. "Aber so richtig top habe ich mich nicht gefühlt." Für die Salzburgerin, die nach wie vor auf Gold bei einem Großereignis wartet, ist die WM noch nicht zu Ende, sie will und wird am Sonntag auch im Teambewerb starten. Lokalmatadorin Pärson hat gezeigt, dass sich auch im Slalom wieder mitten in der Weltspitze ist.

Für Zettel blieb in Aare die erhoffte Medaille aus, sie hatte Pech mit einer Verkühlung zur Unzeit. Kirchgasser patzte in beiden Läufen im unteren Streckenabschnitt, nach Rang zehn zur Halbzeit wurde die Salzburgerin Neunte. Für Hosp lief es drei Tage nach Riesentorlauf-Gold nicht nach Wunsch. Die zweifache Medaillengewinnerin von Aare begrub bereits im ersten Lauf alle Medaillenchancen.

ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl war mit dem WM-Auftritt seiner Damen zufrieden: "Ich habe mir in jedem Bewerb eine Medaille gewünscht, das haben wir geschafft. Wir sind vor allem in den technischen Disziplinen stark gefahren." (APA/red)