Wien - Die Österreicher sind mit der Arbeit der großen Koalition nicht sonderlich zufrieden. In einer OGM-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "profil" geben 34 Prozent der Befragten an, die große Koalition arbeite schlechter als erwartet, nur 15 Prozent sind der Meinung, sie agiere besser als erwartet. Die besseren Ideen und Konzepte schreiben die Österreicher momentan eher den ÖVP-Ministern (25 Prozent), als den SPÖ-Ministern (13 Prozent) zu.

In der aktuellen OGM-Sonntagsfrage liegt die ÖVP in der Wählergunst derzeit weiter vor der SPÖ. Würden am Sonntag Nationalratswahlen stattfinden, käme die ÖVP auf 35 Prozent der Stimmen (zuletzt 37 Prozent). Für die SPÖ würden 32 Prozent der Befragten votieren, vor einem Monat wären es 33 Prozent gewesen. Die Grünen könnten mit 15 Prozent der Stimmen rechnen (zuletzt 14). Die Freiheitlichen halten bei 14 (zuletzt 13), das BZÖ käme nun auf 3 statt wie zuletzt 2 Prozent der Stimmen.

In der Kanzlerfrage führt weiterhin Bundeskanzler Alfred Gusenbauer: Jedoch würden nur 19 Prozent der Österreicher bei der Möglichkeit, den Kanzler direkt zu wählen, für den SPÖ-Vorsitzenden votieren (zuletzt 20). Gusenbauer weist damit die schwächsten Werte eines amtierenden Bundeskanzlers auf, seit OGM 1977 begonnen hat, diese Werte zu erheben. ÖVP-Vizekanzler Wilhelm Molterer verlor einen Prozentpunkt und käme nun auf 15 Prozent. (APA)