Mario Matt (AUT/Weltmeister): "Man muss im Slalom angreifen, um schnell zu sein. Es ist die blödeste Situation, wenn der Vorsprung so groß ist. Ich habe mir gedacht, dass die anderen, die hinter mir liegen, voll riskieren werden. Es ist ein Wahnsinnsgefühl, ich habe bei diesem Titel länger darauf hin arbeiten müssen, umso schöner ist es, wenn man dann nach ganz vorne kommt. Ich habe vor drei, vier Jahren eine harte Zeit gehabt. Meine Form ist seit Jänner sensationell."

Manfred Mölgg (ITA/Silber): "Ich habe von einer Medaille geträumt. Ich hatte während meiner Fahrt ein gutes Gefühl, meine Rückenschmerzen habe ich heute nicht gespürt. Die Nerven waren kein Problem, ich habe ja auch schon in Kitzbühel nach dem ersten Durchgang geführt. Es ist mir aufgegangen und ich bin überglücklich."

Benjamin Raich (AUT/4.): "Ich habe auch im zweiten Durchgang eine Sekunde auf Mario verloren, das ist sehr viel. Mario ist sensationell gefahren. Ich war heute nicht gut unterwegs. Mario ist in einer eigenen Liga gefahren, bei uns war es sehr eng, da ist manchmal auch etwas Glück nötig. Der zweite Lauf war nicht so schwierig wie der erste, aber das schlechte Licht macht es sehr schwer, deshalb sind im zweiten Lauf auch wieder viele ausgeschieden. Ich hoffe, dass wir morgen noch was reißen werden. Bei mir ist es mit Silber gut losgegangen, man braucht auch das nötige Glück. Wenn bei mir wieder mal alles zusammenpasst, bin ich dann umso glücklicher."

Manfred Pranger (AUT/5.) "Die Enttäuschung ist sehr groß, in St. Moritz war ich auch Fünfter. Ich hatte oben einen super Lauf, im Mittelteil hatte ich dann ein, zwei Schnitzer, unten habe ich dann nicht alles riskiert, ich weiß aber nicht warum. In Teilpassagen bin ich wie im Training sehr schnell unterwegs."

Toni Giger (ÖSV-Herren-Cheftrainer): "Es war eine interessante Situation für das gesamte Herren-Team. Der Grundstein war, dass die gesamte Teamführung hinter der Mannschaft gestanden ist. Es war auch mannschaftlich eine gutes Rennen. Mario ist super drauf, hat im ersten Durchgang unglaubliche Spritzigkeit gezeigt, im zweiten ist er bei zwei Stellen taktisch gefahren, hat den Vorsprung aber super hinunter gebracht. Wir waren von der letzten WM sehr verwöhnt, den Riesentorlauf werden wir noch genau analysieren, um festzustellen, warum wir da so schlecht waren. Die Schweden haben heute nichts zu ernten gehabt. Wir haben gezeigt, dass wir stark sind und haben uns selbst aus dem Riesentorlauf-Loch gezogen."