Hannover - Vor der Entscheidung über Einsparungen beim Airbus-Konzern hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) dem Flugzeugbauer Fördermittel in Aussicht gestellt. Airbus-Investitionen in Niedersachsen könne man gut fördern, sagte Wulff der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe). Mehrere niedersächsische Airbus-Werke lägen in der strukturschwachen Region Lüneburg, einem Ziel-1-Gebiet der EU-Förderung. "Das heißt, eine staatliche Höchstförderung ist möglich", meinte der CDU-Politiker.

Wulff bot dem Unternehmen eine Innovationspartnerschaft mit Niedersachsen an. "Wir können mit öffentlicher Unterstützung Forschung und Entwicklung bezuschussen", sagte er. Entwickelt werden könnten in Niedersachsen etwa neue Werkstoffe, leichtere Materialien für den Flugzeugbau. Am Airbus-Standort Stade gebe es bereits einen Forschungsschwerpunkt zu Kohlefaser als Alternative zu Metallen. Dieses Konzept habe auch Zukunft im Flugzeugbau.

Der Ministerpräsident verlangte erneut die Erhaltung aller norddeutschen Airbus-Standorte. "An den Airbus-Standorten darf nicht gerüttelt werden. Sie sollten im Airbus-Verbund bleiben", sagte er. Ansonsten drohe der Verlust von technologischem Know-how. (APA/AP)