Tel Aviv - Ein schwedischer Tourist hat auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv seinen achtjährigen Sohn acht Meter in die Tiefe geworfen und dann Selbstmord begangen. Augenzeugen hätten beobachtet, wie der Mann den Buben in der Abflugshalle über eine Brüstung warf, teilte ein israelischer Polizeisprecher mit. Sofort danach sei der Tourist hinterhergesprungen und habe tödliche Kopfverletzungen erlitten.

Das Kind sei erheblich verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, sein Leben sei nicht in Gefahr. Eine Sprecherin des Schiba-Krankenhauses teilte mit, der Zustand des Buben habe sich stabilisiert.

Motiv noch unklar

Das Motiv für die Tat, die sich in der Früh ereignete, war zunächst unklar. Vater und Sohn hätten zehn Tage in Israel verbracht und seien auf dem Heimweg gewesen, sagte der Sprecher. Einen nach Wien gebuchten Flug hätten sie vor der Tat verpasst.

Eine Sprecherin der schwedischen Botschaft in Tel Aviv erklärte, die Familie des Kindes in Schweden sei informiert worden. Die Mutter sei unterwegs nach Israel.(APA/dpa)