Ob beim Staat oder in der Privatwirtschaft – die Tendenz ist klar: Der Arbeitsmarkt in der Schweiz wird in den nächsten Jahrzehnten zunehmend auf ältere Arbeitskräfte angewiesen sein. Und dies, obwohl schon heute überdurchschnittlich viele ältere Menschen berufstätig sind: Von den 50- bis 64-Jährigen arbeiten in der Schweiz 72,5 Prozent, während es im OECD-Durchschnitt nur 57,5 Prozent sind, wie die Organisation für Wirtschaft und Entwicklung in ihrer jüngsten Statistik festhält. Doch auch so drohe der Schweiz ab 2015 ein Arbeitskräftemangel, warnte der Vorsitzende des Schweizer Arbeitgeberverbandes. Und auch die Szenarien des Staatssekretariats für Wirtschaft gehen davon aus, dass wegen der steigenden Lebenserwartung und einem Rückgang bei der Einwanderung die Erwerbsquote unter den Älteren weiter gesteigert werden müsse. Nicht zuletzt deshalb schlug Innenminister Pascal Couchepin von der freisinnigen FDP kürzlich die Erhöhung des Rentenalters um zwei auf 67 Jahre vor. (kbo, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.2.2007)