Aktuelle Leistung: 130 Watt. Leistung seit 1998: 55520 Kilowattstunden. Die Rede ist von Energiegewinnung durch Sonne, die auch die Anzeigetafel in der Eingangshalle des Gymnasiums in der Laaerbergstraße 21-25 bescheinigt. Als einzige AHS in Wien, die eine Fotovoltaikanlage an zwei Fronten angebracht hat, übt sie sich in Vorbildwirkung für den Einsatz von erneuerbaren Energien.

Die neun Jahre alte Anlage versorgt aber leider nicht das ganze Schulgebäude mit Energie, was der Physiklehrer Hans Heiderer bedauert. Die Idee, Fotovoltaikzellen an der Schule anzubringen, hatten Schüler, die sich noch im alten Schulgebäude am Reumannplatz bei einem Projekt zu erneuerbaren Energien beteiligten. Die derzeitige Energieversorgung des Gymnasiums ist mit einem Energie-Contracting-Vertrag mit Siemens geregelt und verursacht jährlich Stromkosten von 30.000 Euro. Durch die 85 Quadratmeter große Anlage an der Hauswand gewinnt die Schule 6000 Kilowattstunden und erspart sich somit 300 Euro (bei einem Kilowattstundenpreis von circa 5 Cent). Ein hoch gebautes Wohnhaus gegenüber trübt ein wenig das Glück, verhindert es doch die Bestrahlung von 20 Prozent der Anlage. Direktor Franz Wendeberger erklärt sich das mit geänderten Baubestimmungen. Je nach geltender Flächenwidmung werde eben höher oder weniger hoch gebaut, heißt es aus dem Büro des Wohnbaustadtrats.

Erweiterungsmodelle angedacht

Um die ganze Schule mit Alternativenergie zu versorgen, müsste die Anlage 2000 Quadratmeter groß sein. Damit es nicht bei dem Versuchsmodell bleibt, will Wendeberger mit Siemens über mögliche Erweiterungsmodelle sprechen. Ein Ausbau scheint trotz des hohen Hauses vis a vis möglich.

Die Umweltanwaltschaft der Stadt Wien fördert Fotovoltaikanlagen mit durchschnittlich 27 Prozent. Das Budget 2006 betrug 800.000 Euro. Invest-Förderungen zur Attraktivierung für die teuren Anlagen wünschen sich Alternativstrom-Anbieter wie Ökostrom auch vom Bund. (Marijana Miljkovic/DER STANDARD-Printausgabe, 20.02.2007)