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Khan ist Brite mit bengalischen Wurzeln und Cherkaoui Belgier marokkanischer Abstammung. Beide kommen gleichermaßen aus islamischen Familien und legen großen Wert auf kulturellen Austausch. Khan und Cherkaoui haben sich nicht nur als außergewöhnliche Choreografen profiliert, sondern sind auch charismatische Tänzer. Multikultikitsch ist ihnen fremd, ebenso künstlerisches Laissez-faire. Khan ist durch seine virtuosen Stücke, die indischen Kathak mit modernen Techniken verbinden, berühmt geworden, und Cherkaoui durch so aufwändige wie fein gesponnene Tanztheaterkompositionen. In "Zero Degrees" geht es um den Kältepol des Fremdseins, um Barrieren, Tod und den Versuch, neue Verbindungen zu denken. Die Latex-Alter-Egos der Tänzer kommen von Gregory Gormley. (ploe/ DER STANDARD, Printausgabe, 20.02.2007)