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Madrid - Zwei Wochen nach ihrer Krönung zur Miss Cantabria ist der Spanierin Angela Bustillo ihre Auszeichnung wieder aberkannt worden. Der Grund: Die 22-Jährige hatte verraten, dass sie ein dreijähriges Kind hat.

Nach den strengen Miss-Wahl-Kriterien der nordspanischen Region Cantabria dürfen keine Mütter oder Schwangere zur Kür antreten. "Ich kannte die Regeln, aber sie kamen mir so absurd vor, dass ich dachte: Das ist sicher ein Werk der siebziger Jahre und wird heutzutage nicht mehr beachtet", sagte Bustillo verschiedenen Medien.

Kritik an den Regeln

Vertreter der Linken und von Frauenorganisationen kritisierten die Regeln der Miss-Wahl als "diskriminierend". Mutterschaft bedeute keine körperliche oder intellektuelle Einschränkung, rügte das Institut für die Frau.

Die spanischen Sozialisten teilten mit, solche Diskriminierungen müssten bekämpft werden. Die Organisatoren des Wettbewerbs betonten, die Regeln seien genauso wie bei der Wahl zur "Miss Spanien" oder zum "Mister Spanien". Allerdings würden die Regeln auf Männer nicht angewendet, da die Vaterschaft "keine körperlichen Veränderungen" für sie bedeute, die sie vom Reisen oder "Gehen auf dem Catwalk" abhalten könnten. (APA/AFP)