Sanaa - Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und schiitischen Rebellen in Jemen sind in den vergangenen fünf Tagen mehr als 100 Menschen getötet worden. Etwa 90 von ihnen gehörten den Streitkräften an, wie ein Militärsprecher am Montagabend in Sanaa mitteilte. Die Regierungstruppen gingen mit schwerer Artillerie gegen Stellungen der Rebellen in Saada vor, 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sanaa. Die Regierung wirft dem Iran und Libyen vor, die Anhänger von Rebellenführer Abdel Malik al-Houthi zu unterstützen. Dieser gab in einem Interview der Zeitung "Al Nada" an, dass er keine Verbindungen zu diesen Ländern unterhalte. Er beschuldigte die jemenitische Regierung, den Konflikt mit Gewalt statt mit Verhandlungen beenden zu wollen. Die Rebellen werfen der Regierung vor, korrupt zu sein und zu enge Beziehungen mit dem Westen zu unterhalten. Der Aufstand begann im Juni 2004. Drei Monate später wurde der damalige Rebellenführer, der Geistliche Hussein Badr Eddin al-Hauthi bei Kämpfen mit Regierungstruppen getötet.(APA/AP)