Hollywood - Eigentlich gilt ja Martin Scorsese als der Verfluchte der Oscars - mit sechs Nominierungen hat er noch nicht gewonnen. Richtig arm dran ist aber ein anderer: Der Toningenieur Kevin O'Connell hofft mit seiner mittlerweile 19. Nominierung, diesmal für Mel Gibsons "Apocalypto" in der Kategorie Bester Ton, endlich auch eine der begehrten Statuetten zu ergattern. Niemand anderer hat bisher in der fast 80-jährigen Geschichte der Oscars so oft vergeblich auf den großen Moment gewartet.

Sammlung an Dankesreden

Zum ersten Mal ist er 1984 mit "Zeit der Zärtlichkeit" unter die Oscar-Finalisten gekommen, seitdem hatte er Gelegenheit, eine Sammlung an vorbereiteten und nicht verwendeten Dankesreden anzulegen. Auch seine Nominierungen hängen gerahmt an der Wand. Jedes Mal Teil seiner vorbereiteten Rede, die vor allem "unterhaltsam" sein soll, war der Dank an seine Mutter, die den ehemaligen Feuerwehrmann dazu gedrängt hat, ein weniger gefährliches Metier einzuschlagen.

O'Connell ist sich darüber im Klaren, dass seiner Kategorie bei der Zeremonie der Academy Awards nicht die größte Aufmerksamkeit geschenkt wird: "Es ist sehr schwierig, Oscar-Werbung für einen Toningenieur zu machen. Aber wenn der Streifen auch für den Besten Film nominiert ist und diverse Schauspieler Chance auf einen Oscar haben, kann diese Kampagne ebenfalls einiges an Elan gewinnen." Den hat O'Connell selbst auch nicht verloren, er ist zuversichtlich und wird versuchen, seinem Glück mit Talismanen auf die Sprünge zu helfen. (APA)