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Dicke Rauchschwaden steigen vom Wrack der "Levina I" vor dem Hafen von Jakarta auf: Ein brennendes Auto hat den Großbrand auf der indonesischen Fähre ausgelöst. Es war das zweite große Fährenunglück in Indonesien innerhalb kurzer Zeit.

Foto: APA/EPA/Mast Irham
Jakarta - Nach dem Fährunglück in Indonesien ist die Zahl der Toten auf 41 gestiegen. Fischer hätten am Sonntag weitere 21 Leichen gefunden, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Zuvor war von 20 Toten die Rede. Nach derzeitigem Stand haben ungefähr 300 Menschen das Unglück überlebt. Die Suche nach weiteren Überlebende und Opfern werde fortgesetzt, sagte ein Marine-Sprecher. Unklar ist, wie viele Menschen an Bord der Fähre "Levina I" waren. Neben den 307 registrierten waren zahlreiche blinde Passagiere auf dem Schiff.

Die "Levina I" wurde in den Hafen von Jakarta geschleppt. Das 27 Jahre alte Schiff war am Donnerstag in der Früh etwa 80 Kilometer von der Hauptstadt Jakarta in Brand geraten. Nach ersten Ermittlungen ist das Feuer in einem Lastwagen unter Deck ausgebrochen, der angeblich brennbare Chemikalien geladen hatte.

Fähren sind ein beliebtes Transportmittel zwischen den etwa 17.000 indonesischen Inseln. Allerdings kommt es wegen mangelhafter Sicherheitsstandards immer wieder zu verheerenden Unglücken. Im Dezember sank nahe der Insel Java eine Fähre mit etwa 600 Menschen an Bord, mehr als die Hälfte von ihnen kamen ums Leben. (APA/Reuters)