Wien - Große Unterschiede bei CO2-Emissionen zeigt ein Vergleich unter den neun Bundesländern. Absolut gesehen wurden die meisten Schadstoffe zwar in Ober- und Niederösterreich ausgestoßen, die höchste Zunahme in den vergangenen 15 Jahren verzeichneten allerdings Tirol (plus 33 Prozent) und Salzburg (plus 31 Prozent). Der geringste Anstieg wurde in Oberösterreich registriert (plus sieben Prozent).

Die Zahlen gibt es derzeit nur bis 2004, hieß es im Umweltbundesamt. Jene für 2005 werden erst im Herbst veröffentlicht.

Tirol: Verkehr brachte Steigerung

Die Ursachen für den Ausstoß an CO2-Äquivalenten sind jedenfalls sehr vielfältig: In Tirol etwa ist der Verkehr für knapp die Hälfte der Emissionen verantwortlich, in Salzburg und Vorarlberg für rund 40 Prozent. Auch in Kärnten und dem Burgenland sind Pkw, Lkw und Busse die größten Klimasünder beim Kohlendioxid.

Steiermark: Industrie

Hingegen in der Steiermark (zu einem Drittel) und in Oberösterreich (zur Hälfte) trägt hauptsächlich die Industrie ihr Scherflein dazu bei.

Wien: Verkehr

Wien liegt mit 9,2 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß auf dem vierten Platz der Bundesländer-Rangliste. Rund je ein Drittel davon entfällt auf den Verkehr beziehungsweise die Energieversorgung.

Diese liegt in Niederösterreich - als einziges Bundesland - sogar an erster Stelle der Verursacher. Insgesamt 7,5 Millionen Tonnen CO2 wurden hier in die Luft geblasen. Das ist mehr als das gesamte Bundesland Tirol (6,3 Millionen Tonnen inklusive Transitverkehr und Industrie) verursacht hat. (APA)