Trinidad/Bolivien - Eine Hochwasserkatastrophe hat im Osten Boliviens mindestens 35 Menschen das Leben gekostet. Präsident Evo Morales besuchte am Donnerstag die Provinzhauptstadt Trinidad, wo Bewohner der Außenbezirke ihre Habe mit dem Paddelboot in Sicherheit brachten.

Nach tagelangen Regenfällen stehen rund 200.000 Hektar Ackerland unter Wasser. Schätzungsweise 22.000 Stück Vieh ertranken nach Angaben der Behörden in den Fluten. Besonders schwer betroffen ist die niedrig gelegene Region Beni. Einer von 17 Erdrutschen unterbrach die wichtige Straßenverbindung von Cochabamba nach Santa Cruz.

Die Vereinten Nationen baten um eine Soforthilfe für Bolivien im Umfang von sieben Millionen Euro. Morales dankte Venezuela und Peru für ihre Unterstützung. Auch die USA, Italien und Japan schickten Hilfsgüter zur Versorgung der Betroffenen. (APA/AP)