Bild nicht mehr verfügbar.

Viel Lack, Leder und Metallglanz bei Dolce & Gabbana

Foto: AP/Antonio Calanni
Futuristisch sexy oder wüste Sado-Maso-Fantasie? Die Mode von Dolce & Gabbana für den Herbst/Winter 2007/08 lässt Raum für kontroverse Spekulationen. Italiens erfolgreichstes Designerduo präsentierte sich am Donnerstagabend anlässlich der noch bis Samstag laufenden Mailänder Damendefilees mit viel Lack, Leder und Metallglanz. Silberne Reitgerten, Schnallen mit Vorhängeschloss oder breite Korsagengürtel sind die unverzichtbaren Zutaten des neuen Looks.

John Richmonds modische Heimat hingegen ist der Rock'n'Roll. Der Engländer propagiert für die neue Saison Hosenanzüge mit extrem überschnittenen Beinweiten, pelzbesetzte Strickjacken und Ledermäntel, Netzkleider mit Lackdetails sowie Fransen-Stufen-Roben. In seine Persianermäntel hämmert er silberne Nieten, am Overall fallen plissierte Ärmel in Trompetenform herab.

Beim Florentiner Traditionshaus Emilio Pucci wiederum stachen wuchtige Pelzjacken in satten Farben sowie im grafischen Patchwork angelegte Strickkleider heraus. Für Laura Biagiotti hat der Klimawandel auch Einfluss auf den Rhythmus von Modekollektionen: Sie datierte ihre Kollektion Winter/Sommer 2008. Neben den bewusst auf warme Temperaturen ausgerichteten, luftigen Modellen, legte die Römerin dann mit langen Strickjacken, bis zur Wade fallenden, ausgestellten Röcken und Mohairkleidern wieder herbst-winterliche Spuren.

Auch Les Copains setzte auf den Kuschelfaktor von Angora oder Mohair. In die flauschigen Oberflächen wurden hier und da geometrische plastifizierte Ornamente eingefasst. Paillettenhosen oder mit Silberfäden durchzogene Kleidungsstücke sind ebenfalls probate Mittel, um die Wollstoffe zu kontrastieren. (APA)